1. Leitung lernen in der kommunalen Verwaltung

Die Situation

Die Auseinandersetzung mit der Altersentwicklung in kommunalen
Verwaltungen macht deutlich, das in den kommenden Jahren sehr verstärkt
jüngere Fachkräfte in Leitungspositionen wechseln werden – mehr, als dies
bisher und üblicherweise in der kontinuierlichen Entwicklung einer Verwaltung
anzutreffen war.
Mit dieser Veränderung kommen auf die betroffenen Mitarbeitenden und
damit auf das Gesamtsystem Verwaltung massive und zeitnahe
Veränderungen und Herausforderungen zu.
Sie bergen einerseits selbstverständlich eine Menge an Chancen, müssen
aber andererseits organisiert und begleitet werden, um ressourcenorientiert
und nachhaltig wirken zu können.

Niemand lernt Leitung und Führung automatisch – und dann noch in guter
Qualität.
Dieses Seminarangebot unterstützt deshalb in vier Modulen, verteilt auf zwei
Jahre, die notwendigen Veränderungen und Einstellungen der
Mitarbeitenden mit dem Erlernen und der Beschäftigung mit sozialen,
organisatorischen und praxisorientierten Inhalten.
Die möglichst konfliktfreien Übergänge im Wechsel von Leitung und damit die
Stärkung und das Halten von befähigten Mitarbeitenden werden
berufsbegleitend unterstützt und gefördert.

Die Zielgruppe:

Mitarbeitende der Verwaltung, die vor der Übernahme einer Leitungsfunktion
stehen, diese konkret vorbereiten oder sich auf eine solche bewerben werden
oder eine Leitung seit kürzerer Zeit innehaben. Diese Mitarbeitenden sind
entweder gemeinsam innerhalb einer Verwaltung beschäftigt oder kommen
als Seminargruppe aus unterschiedlichen Verwaltungen zusammen.

Das Seminarziel:

*Erkennen und Erlernen leitungsspezifischer Fähigkeiten und Fertigkeiten
*Selbstreflexion und Selbstmanagement in Bezug auf Leitungsfunktionen
*Steigerung Effektivität in der neuen Rolle
* Reflexion und Unterstützung bei sich verändernden Arbeitsaufträgen,
Bereichen und Arbeitsfeldern.
* Entwicklung und Stärkung sozialer Kompetenzen in Bezug auf
Leitungsaufgaben

Das Seminar:

Modulares System als Gruppenangebot mit max. 15 Teilnehmenden.
Das Seminar wird in drei Seminarmodulen á 2 Tage plus einem
Auswertungstag nach einigen Monaten durchgeführt.
Zwischen den Seminarteilen werden konkrete Reflekions – und
Aufgabenstellungen durch die Teilnehmenden erarbeitet und in die Gruppe
eingebracht.

Die Seminargruppe - bestehend aus Menschen in ähnlicher Situation und
Aufgabenstellung- dient dabei vor allem in den Fragestellungen der
Sozialkompetenz als Lernfeld.
Sie eröffnet die Möglichkeit, intensiv und ohne Rücksicht auf institutionelle
Zusammenhänge sich als Lernende in geschütztem Raum zu begreifen – und
daraus mit aller Kraft eigene Fähigkeiten und Inhalte zu entwickeln und
einzubringen.
Diese Situation erhöht die Veränderungsbereitschaft und erzielt somit eine
deutlich höhere Nachhaltigkeit als einzelne thematische Veranstaltungen.

Die Organisation:

Die Reihe besteht aus drei Modulen mit jeweils 2 Tagen und einem
Auswertungstag.
Eine Teilnahme an allen Modulen ist durch die Teilnehmenden und den
Dienstgeber sicher zu stellen.

Die Module sind auf zwei Haushaltsjahre verteilt. Auf Wunsch kann auch je
Quartal ein Modul durchgeführt werden, wenn durch eine Verwaltung ein
Seminar gesamt gebucht wird (s.u.).
Der Abschluss endet mit einer Präsentation eines Fachthemas innerhalb der
Seminargruppe.

Die Module

Modul 1: Situationsanalyse und Persönlichkeitstraining

Theorie von Leitungs – und Führungsmodellen
Veränderung der persönlichen Situation im beruflichen Feld
Stärken - und Schwächenanalyse
Ressourcenwahrnehmung
Stukturanalyse des Aufgabenbereiches

Modul 2: Kommunikation

Grundlagen und theoretische Modelle
Gesprächstechniken
Moderationstechniken (Vortrag /Arbeitsgruppe/ Teamsitzung)
Mitarbeiter - und Zielvereinbarungsgespräche
Moderation in Konfliktgesprächen
Erwartungen an Sozialkompetenz
Projektmanagement

Modul 3: Umgang mit schwierigen Arbeitssituationen

Erkennen eigener Potentiale
Konfliktmodelle und Entstehung von Konflikten
Individuelle Konfliktwahrnehmung
Persönliche Konfliktfähigkeit
Umgang mit Konfliktsituationen

Modul 4: Selbstorganisation und Zeitmanagement

Zeitmangement Techniken
Auseinandersetzung mit der Thematik Leitung und Führung in
Praxisbeispielen
Burnout Prophylaxe
Sozialkompetenz

Auf Wunsch der Seminargruppe können thematische Schwerpunkte auch
verändert, ergänzt oder vertieft werden, wenn den Teilnehmenden dies
sinnvoll erscheint. Wir wollen damit Rücksicht auf die individuellen Bedarfe der
einzelnen Arbeitsfelder nehmen.

Die Kosten und unsere Leistung

Das Gesamtseminar wird kontinuierlich durch eine Mitarbeitende von IBIG
organisiert, vorbereitet und durchgeführt.
Einzelne Modulteile werden von zwei Trainerinnen und Trainern gemeinsam
durchgeführt.
Es werden Modulteile auch durch externe Referentinnen und Referenten
verantwortet, dabei verbleibt die Gesamtleitung bei einem
Hauptverantwortlichen des Instituts.

Buchungsmöglichkeit 1:

Sie buchen (Termine siehe unten) für eine oder mehrere Personen Ihres
Hauses:
Kosten pro Modul und Teilnehmende 285,00 €
Tagungspauschale / Verpflegungspauschale 55,00 €
Incl. zwei Coachingtreffen in einer Kleingruppe während der Seminarreihe

Buchungsmöglichkeit 2:

Sie buchen für eine ganze Gruppe von (bis zu maximal) 15 Personen
Die Seminarräume werden durch den Auftraggeber gestellt oder werden
durch die Seminarleitung in Absprache auf Kosten des Auftraggebers
gebucht.
Gesamtkosten je Modul                                         2.200,00 €
Zuzüglich Tagungs/Verpflegungspauschale             550,00 €

Incl.zwei Coachingtreffen in einer Kleingruppe während der Seminarreihe

Die Seminarräume werden durch den Auftraggeber gestellt oder werden
durch die Seminarleitung in Absprache auf Kosten des Auftraggebers
gebucht.

Termine:

13. & 14.09.2010;    8. & 9.11.2010;  

Termin für die restlichen Module werden zu Beginn der Fortbildung gemeinsam festgelegt

Anmeldeschluss 15.7.2010


Ansprechpartner: Kirsten Heckmann & Meinolf Remmert

remmert@ibigonline.de
heckmann@ibigonline.de


2. Betriebliches Eingliederungsmanagement

Supervisionsangebot -

Kollegiale Beratung



Das Betriebliche Eingliederungsmanagement wurde gesetzlich verankert, um im Interesse der Beschäftigten und der Verwaltungen
die Arbeitsfähigkeit zu erhalten, zu verbessern und wiederherzustellen,
die Arbeitszufriedenheit und -Motivation zu steigern sowie
die betrieblich beeinflussbaren Fehlzeiten und Krankheitskosten zu reduzieren.
Damit soll eine möglichst dauerhafte Teilhabe am Arbeitsleben gewährleistet werden.

In den Verwaltungen wurden unterschiedliche Wege eingeschlagen, um sich dieser Aufgabe zu stellen.
Integrationsteams wurden gebildet, die Verantwortung den Führungskräften oder den SachbearbeiterInnen im Personalwesen übertragen. Personalräte, Schwerbehindertenvertretungen oder EingliederungsmanagerInnen wurden mit diesem Thema beauftragt.


Nicht nur durch den demographischen Wandel steigt die gesundheitliche Belastung auf Seiten der MitarbeiterInnen. Die aktuellen Finanzlagen in den Verwaltungen führen oftmals zu weiterem Personalabbau.

Neben beruflichen Aspekten wie Arbeitsüberlastung, schlechtes Betriebsklima, Konflikten mit der Führungskraft oder den KollegInnen und  schwierigen Bürgerkontakten,  spielen private Faktoren wie die finanzielle Situation, Eheprobleme, pflegebedürftige Angehörige und vieles mehr eine immer stärkere „krankmachende“ Rolle.
Physische und psychische Erkrankungen nehmen stetig zu.

Die/der mit dem Betrieblichen Eingliederungsmanagement Beauftragte steht mit dieser Problemlage, den schwierigen Gesprächsinhalten, schwerwiegenden Krankheitssituationen und einer Maßnahmenplanung oftmals alleine da -  zumal ein hoher Vertrauensschutz auf Seiten der MitarbeiterInnen besteht.
Ein kollegialer Austausch ist nur selten möglich.


Welche Maßnahmen sind in diesem Einzelfall die Richtigen?
Wie machen es andere?
Wie geht es mir in diesen Gesprächen, in den Kontakten mit meinen KlientInnen und in meiner Rolle?


Zielgruppe:


Wir möchten interkommunal KollegInnen zusammenführen, die die Aufgabe des Betrieblichen Eingliederungsmanagements in ihrer Verwaltung übernommen haben oder übernehmen werden.


Ziel und Methode:


In einer festen Gruppe von bis zu 15 TeilnehmerInnen werden wir uns austauschen, unterstützen und stärken.

Dies wird methodisch durch Supervision und kollegiale Beratung erfolgen.


Durch die Supervision wird die Möglichkeit der Reflektion  und Verbesserung Ihres beruflichen Handelns geschaffen.
Im Fokus kann dabei die Arbeitspraxis, die Rollen- und Beziehungsdynamik zwischen Ihnen und Ihren KlientInnen oder die Zusammenarbeit mit KollegInnenen bzw. in der Organisation stehen.

In der Kollegialen Beratung werden wir Schlüsselthemen und Einzelfälle aus Ihrer Arbeitspraxis im Kollegenkreis fachkundig beraten und gemeinsam Lösungen entwickeln und Handlungsmöglichkeiten erweitern.


Organisation:


Die Veranstaltungen werden –vierteljährlich-ganztägig von 9.30 Uhr bis 15.30 Uhr durchgeführt.
Veranstaltungsort: Iserlohn 


Kosten und Leistungen:


Die Treffen werden kontinuierlich durch zwei MitarbeiterInnen von IBIG organisiert, vorbereitet und durchgeführt.
Kosten:  95,00 € pro TeilnehmerIn und Tag
               zzgl. einer Tagungs-/Verpflegungspauschale von 25,00 €.


Es hat im November bereits ein erstes Treffen stattgefunden, aber zum jetzigen Zeitpunkt können sich noch weitere interessierte TeilnehmerInnen anschließen.

Das zweite Treffen wird am 25. Februar 2010 erfolgen.




Kontakt:
m.remmert@ibigonline.de
heckmann@ibigonline.de

www.ibigonline.de

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